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Deshalb hat Maserati meist zwei ähnliche Fahrzeuge mit ähnlichen Leistungsdaten und jeweils 2,0 bzw. 2,5/2,8 Liter Hubraum angeboten. Hinzu kam das lange Festhalten am Vergaser und die zögerliche Einführung des Katalysators. Von den einzelnen Versionen wurden je nach Modell nur einige wenige bis über 2.000 Einheiten verkauft - so wurde beispielsweise der 4.18v nur in Italien angeboten und dort nur 77 Mal abgesetzt - in diesem Modell setzte Maserati das erste Mal ein ABS ein. Für die kleine italienische Autoschmiede waren aber auch solche Verkaufzahlen berauschend, hatte man doch bis zur Einführung des Biturbo jährlich gerade mal eine "handvoll" Fahrzeuge verkauft. Die Firma Maserati und ihr charismatischer Chef und Eigentümer, Alejandro De Tomaso, galten in dieser Zeit als die erfolgreichste Autoschmiede in Italien welche mit Ihren sportlichen Coupes einen riesen Erfolg verzeichnete. Doch dieser anfängliche Ansturm auf den neuen "kleinen" Maserati ließ nach als sich Motorschäden bei diesem Hochleistungsmotor einstellten. Gerissene Zahriemen durch fressende Nockenwellen ließen einige Biturbos schon vor der 30.000-km-Marke den Dienst quittieren. Maserati war gezwungen, nachzubessern und seinen Kunden ein penibles Einhalten der Serviceintervalle nahe zu legen. Um so besser war dann auch die folgende Motorengeneration ab 1988. Die Kinderkrankheiten waren geheilt und auch der Vergaser hatte ausgedient. Diese späten 3V- und 4V-Motoren galten zwar weiterhin als wartungsintensiv, dafür aber auch als zuverlässig und robust. Obwohl die Biturbos ab 1988 diesen deutlichen Qualitätssprung machten, litten sie weiterhin unter dem schlechten Ruf, den die Motorprobleme der ersten Generation mit sich brachten. Neben den gängigen Nummernbezeichnungen für die Biturbos gab es auch einige Sondermodelle. 1988 kam der "Karif", ein zweitüriger Sportwagen (Coupe) auf den Markt. Entworfen auf der Basis des Maserati Spyder, nach einer Idee von Alejandro De Tomaso. Er war ausgerüstet mit dem 2,8 Liter 3V Motor und hatte 225 PS (mit Kat). Auf Nachfrage gab es bei Maserati eine schärfere Nockenwelle für den Motor und diese brachte die Leistung auf 285 PS. Bedingt durch den kurzen Radstand (2.4 m) und den Frontmotor war bei diesem Modell äußerste Vorsicht beim Fahren geboten und verlangte nach erfahrenen Piloten. Der Karif wurde als Ergänzung der Maserati Fahrzeugpalette als Hochleistungsmodell konzipiert und nur in geringer Stückzahl (220) hergestellt. Die Spitze der Biturbo-Ära bildet der "Shamal". Er wurde Anfang der 90er Jahre auf den Markt gebracht. Angetrieben von einem V8 Motor mit 3.2 Liter Hubraum und 2 Turboladern hatte dieser Sportwagen aussergewöhnliche Fahrleistungen, allerdings verbunden mit den gleichen Anforderungen an den Piloten, wie beim Karif. Vom "Shamal" wurden von 1991 bis 1996 nur 326 Stück gebaut. Die anfänglichen technischen Probleme, die Modellvielfalt und die ständig wechselnden Typenbezeichnungen sind die Gründe für den starken Preisverfall von gebrauchten Fahrzeugen. Heute sind gute Biturbos weit unter ihrem eigentlichen Wert zu bekommen. Und wirkliche Sammlerfahreuge werden sie, bis auf den gefragten Zagato Spyder und einige seltene Sondermodelle, wahrscheinlich nie werden. Beim Zagato Spyder, der von 1982 bis 1994 nur insgesamt ca. 2800 mal gebaut wurde, sind bereits steigende Preistendenzen zu verzeichnen. Erst vom 3200 GT, der auch noch zu den Biturbo gerechnet wird, konnten grössere Stückzahlen verkauft werden. Der 3200 GT und die neuen Coupés Mit dem von Italdesign (Giugiaro) gezeichneten 3200 GT besann sich Maserati auf seine Geschichte, die durch viersitzige, schnelle Gran Turismo geprägt ist. Nicht von ungefähr nimmt die Modellbezeichnung Referenz auf das erste erfolgreich verkaufte Serienfahrzeug von Maserati, den 3500 GT (der AG6 war das erste Serienfahrzeug, brachte aber keinen Gewinn). Die farbige, aber wenig glanzvolle Ära Biturbo konnte noch nicht ganz abgeschlossen werden, denn der 3,2-Liter-V8-Biturbo des Luxuscoupés stammt aus dem Shamal bzw. dem Quattroporte IV. Mit seinen 370 PS (3200 GTA: 368 PS mit Automatik) und dem unvergleichlichen Interieur konnte das Coupé wieder eine breitere Käuferschaft begeistern. Die charakteristischen Bumerang-Leuchten in LED-Technik gingen beim Modellwechsel auf das optisch nahezu identische Maserati Coupé und beim neu vorgestellten Cabrio mit dem tradionsreichen Namen Spyder (man beachte das "y") und verkürztem Radstand wegen der Vorschriften in den USA verloren. Auch wurde der V8 Biturbo durch einen neuen, von Ferrari entwickelten V8-Saugmotor ersetzt. 2006 soll das völlig neue Maserati Coupé-Cabrio in den Markt eingeführt werden. Das Modell basiert auf der Technologie des Alfa Romeo 159 und wird von einem 3.5-Liter-V6-Biturbo-Motor angetrieben, der über 280 PS leisten soll. Mit einem Einstiegspreis von rund € 80.000 ist er etwa 20% günstiger als das Coupé und der Spyder und soll direkt auf die Kunden des Mercedes SL 350 zielen. Optisch soll sich das neue Modell an den Quattroporte anlehnen. |
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