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Ein Blick zurück zum Beginn des 20. Jahrhunderts: Käufer des Mercedes Nr. 1 war der in Nizza lebende und in Leipzig geborene Kaufmann Emil Jellinek. Der bekennende Automobil-Liebhaber erwarb 1897 seinen ersten Daimler-Wagen, engagierte sich im Rennsport, wurde schnell zu einem Grosshändler der Marke und beauftragte am 2. April 1900 die DMG-Geschäftsführung und den Chefkonstrukteur Wilhelm Maybach, ein besonders schnelles, leichtes und sicheres Auto zu konzipieren. Jellinek unterbreitete an jenem Tag einen zweiten Vorschlag: Der neue Wagen solle den Namen seiner damals zehnjährigen Tochter tragen: Mercédès. Dem Mercedes Nummer 1 folgten bislang 19 Millionen Personenwagen Der Geschäftsmann orderte noch im selben Monat für 550.000 Goldmark 36 Fahrzeuge. Die Summe entspräche heute, in Beziehung zum Preisindex gesetzt, etwa 5,5 Millionen Mark, womit sich ein Stückpreis von knapp 153.000 Mark ergäbe. Mit seiner Order nahm er anno 1900 mehr als ein Drittel der Jahresproduktion ab. Für die Gesamtsumme bekäme Emil Jellinek heute 36 Mercedes-Benz S 500 oder über 100 Mercedes-Benz C 200 Kompressor - letztere machen etwa ein Zehntausendstel der aktuellen Jahresproduktion aus. Insgesamt hat das Unternehmen seit diesem Auftrag vor 100 Jahren 19 Millionen Mercedes-Benz Personenwagen produziert. 1900 waren solche Zahlen bei 96 ausgelieferten Automobilen pro Jahr pure Fiktion. Die Daimler-Motoren-Gesellschaft beschäftigte während der Jahrhundertwende 344 Mitarbeiter. Der Pkw-Markt entstand erst und eine Verkehrsinfrastruktur war nicht in Sicht. Mehr Fahrzeuge zu produzieren, wäre aufgrund der aufwändigen Handarbeit auch kaum möglich gewesen. Damals kamen statistisch 3,6 Angestellte auf ein gefertigtes Auto, heute sind es pro Wagen 0,1.
Größte Rückrufaktion der UnternehmensgeschichteAm 31. März 2005 rief Mercedes-Benz weltweit 1,31 Millionen Pkw der aktuellen E-, SL- und CL-Klasse zurück. Dies war die größte Rückrufaktion in der Unternehmensgeschichte des Stuttgarter Konzerns. Grund für diese Rückrufaktion waren Fehler in der elektrohydraulischen SBC-Bremsanlage. Dadurch schaltete die Bremsanlage in einen Notbetrieb, wodurch sich der Bremsweg verlängert und eine höhere Pedalkraft notwendig war. Durch diesen Fehler hatte es in Autoverkauf und Dänemark bereits Unfälle mit Sachbeschädigung gegeben. Betroffen sind PKW-Modelle mit Vier-, Sechs- und Achtzylindermotoren, die zwischen Juni 2001 und November 2004 gefertigt wurden. Mercedes bietet das SBC-Bremssystem in der neuen S-Klasse der Baureihe W221 seit 2005 nicht mehr an. |
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